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Holländische Tulpenvase

Projekt, 2001
Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e. V.

Kaum vorstellbar muss einst die Pracht im Ledertapetensaal des Oranienbaumer Schlosses gewesen sein. 103 Fayencen hatten ihren Platz auf Nischen, Konsolen, Tischen; sie kamen hauptsächlich aus Werkstätten Delfts und Hannovers. Die Keramiken sind heute verschollen, wurden nach 1945 abtransportiert oder zerstört – so genau weiß das niemand.

Den Höhepunkt an Erwerbungen von Fayencen für den Ledertapetensaal stellt die in Amsterdam angekaufte, sehr seltene Tulpenvase dar. Sie wurde im ersten Viertel des 18. Jahrhunderts in Delft gefertigt, sie ist 46 cm hoch und ist gemarkt: »LVE« (Lambertus van Eenhoorn).
Der Erwerb konnte durch eine Schenkung der Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches erfolgen, die 70.000 DM zum Gesamtpreis von 90.000 DM beisteuerte.

Die original erhaltenen ledernen Tapeten des Ledertapetensaales besitzen einen überragenden künstlerischen Wert, die mit der mächtigen Stuckdecke, der barocken Holzverkleidung für das frühere Porzellankabinett, mit der Dielung und Möblierung ein beeindruckendes Raumensemble bilden. Nach Restaurierung des Ledertapetensaales soll die Tulpenvase als Prunkstück der neu aufgebauten Porzellansammlung in der Wandkonsole an der Stirnseite des Ledertapetensaales ihren Platz finden.



Weitere Infos:




Kulturstiftung Dessau-Wörlitz
Schloss Großkühnau; 06846 Dessau/Germany
Tel. (03 40) 64 61-5 41 und -5 44; Fax (03 40) 64 61-5 10

Tulpenvase, 17. Jh.

Tulpenvase, 17. Jh.