Holz HaustürWebdesign Wittenberg

Willkommen

.. im Gartenreich und bei der Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches (e. V.).

„Mit der Entwicklung von Wachstuch- und Leinwandtapeten im 18. Jahrhundert bot sich eine preisgünstigere Alternative zu den kostspieligen, dem Adel vorbehaltenen Ledertapeten. Grundierte Leinwandbahnen ließen sich mit Ölfarben bemalen, aber auch bedrucken.“
Für diese Zeit also durchaus üblich, stattete der Fürst seinen Gasthof mit entsprechenden Tapeten aus. Derzeit ist der bzw. sind die Künstler, die die Tapeten bemalten unbekannt. Während früher, bis auf das Sockelgeschoss, alle Etagen mit Leinwandtapete ausgestattet waren, sind heute immerhin noch 225 m² erhalten. Diese sind aber, bis auf eine Ausnahme, im Laufe der Zeit z.T. mehrfach übermalt und mit unterschiedlicher Anzahl von Papiertapeten überklebt worden. Heute stellt nicht nur die Restaurierung der Tapeten, sondern schon die Auslagerung während der Sanierungsarbeiten am Bauwerk, eine echte Herausforderung dar. Die Vielzahl der unterschiedlichen Erhaltungszustände müssen durch Musterachsen erkundet werden. Die Leinwandtapeten müssen, ohne dass die Malschichten Schaden erleiden, transportiert werden. Diese einmalige Aufgabenstellung soll im nächsten Sommer in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege des Landes Sachsen-Anhalt, mit erfahrenen Restauratoren und Professoren und Studenten verschiedener Hochschulen im Rahmen eines internationalen Sommercamps umgesetzt werden.
Die Möglichkeiten der denkmalgerechten Klimatisierung des Gebäudes, die sowohl für die Entnahme der Tapeten, wie auch später für die Unterbringung der restaurierten Tapeten eine wesentliche Rolle spielt, werden gesondert untersucht. Dabei kommt uns möglicherweise die Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zugute.

Doppelbogenbücke in Oranienbaum

Doppelbogenbücke in Oranienbaum